Steuerstrafrecht

By | 11. November 2014

Im Jahre 2009, ich stand damals genau zwischen zwei Jobs und hatte nicht besonders viel Geld, habe ich bei meiner Steuererklärung ganz einfach einige Einkünfte nicht aufgeschrieben. Es handelte sich wirklich nicht um viel Geld, für mich war es aber damals sehr wichtig. Ich hatte echt Schwein, dass ich nicht erwischt worden bin, denn jeder weiß ja wie man im Moment hinter her ist möglichst jedermann zu kriegen, der einen Delikt im Steuerstrafrecht am laufen hat.

Der Artikel hatte illoquenter Mann verfasst und handelte von einem Mann dem es ebenso wie mir ging.
Der wagte auch eine Selbstanzeige nachdem er sich ebenfalls sehr in das Thema eingelesen hatte. Was ich noch nicht wusste war, dass die Möglichkeit der Selbstanzeige unter Umständen bereits in wenigen Jahren vorüber sein könnte, weil die Gesetzmäßigkeiten grade im Anschluss an die berühmten Fallbeispiele schon in naher Zukunft verändert werden können.
Der Schreiber des Blogeintrags schrieb zudem, dass man durch richtige Hilfe nur sehr wenig Arbeit haben würde und dem Stress fast vollständig entgehen könnte.
Ebenfalls der Verfasser erzählte in seinem Text von seinem Zwiespalt, da ebenfalls dieser nicht wusste ob das für ihn lohnenswert sein würde. Er sagte jedoch dass er sich nach dem das Verfahren eingestellt wurde, sehr gut gefühlt hat und ihgm ein Stein vom Herzen gefallen ist.

Als des Bayernbosses Delikt herausgekommen ist, habe ich mich intensiv mit dem Thema Steueroptimierung befasst. Auf der einen Seite hatte ich schon ein schlechtes Gewissen, weil ja auch in den Medien Steueroptimierungen vollständig nieder geamcht wurden, auf der anderen Seite habe habe ich meine Entscheidung sogar aus heutiger Sicht vollkommen nachvollziehen können.
Ich kam dann Schnell auf das Thema Selbstanzeige, was ja ebenfalls für Uli Hoeneß ein großes Thema war, jedoch in seinem Fall nicht besonders hilfreich war, weil dieser auch hier nicht richtige bzw. unvollständige Angaben offenlegte.

Die Selbstanzeige hat die Bedingung, dass der Hinterziehung noch nicht auf die Schliche gekommen ist und dass nicht ein teuerstrafrechtliches Gerichtsverfahren gegen die Person am laufen ist. Wenn dann eine Selbstanzeige erstattet und sämtliche Hinterziehungen komplett offen legt, wird der Fall, nach einer Fristgerechten Nachzahlung mit einem 6 Prozentigen Zins, eingestellt und der Steuerhinterzieher muss mit keiner Strafe rechnen.

Ich war erst zweifelnd und wusste nicht ob das tatsächlich alles so funktionieren würde.
Je mehr ich jedoch zu diesem Thema las, desto näher rückte die Entscheidung, vielleicht doch diesen Schritt zu wagen, denn auf irgendeine Art und Weise hatte ich seit dem Vorfall stets ein schlechtes Gewissen. Auf der anderen Seite hatte ich überhaupt keine Lust auf diese ganze Bürokratie und der Stress. Ich kam dann irgendwann jedoch auf einen Blogeintrag, der von einem Steuerhinterzieher selbst geschrieben wurde und hier erklärt er, wie er es getan hat.

Ja, ich habe es getan, ich habe Steuern hinterzogen und werde gerne in einem Satz mit Uli Hoeneß und Alice Schwarzer genannt. Nein, werde ich natürlich nicht, aber die Dinge differenzieren sich wirklich bloß in wenigen Punkten. Selbstverständlich habe ich deutlich kleineres Geld hinterzogen, und bei mir ist die Selbstanzeige wirksam geworden.

Nachdem lesen des Artikels hatte ich einen Entschluss gefasst, ich meldete mich sofort bei einem Experten und fertigte die Selbstanzeige. Kurz darauf war das Verfahren durch, ich bezahlte alle Steuern nach und bin ohne Vorstrafe davon gekommen. Ich kann diesen Schritt nur empfehlen, weil auch die Gewissensbisse vergehen.